Vogelbericht des Monats
Vogelbericht des Monats PDF Drucken E-Mail

 

Liebe Züchterinnen und Züchter,

 

Hier auf diese Seite möchten wir monatlich einen Bericht über eine

Vogelart geben, die in unseren Züchterkreisen seltener gehalten

werden.

Erfahrene Züchter stellen eine Art vor

und stehen auch für Informationen zur Verfügung.

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Der Vogelbericht des Monats März 2026 beschreibt die Haltung und die Zucht

der Blasskopfnonne. Der Bericht stammt von Zuchtfreund Eugen Franke aus

Aschersleben.

 

 

Die BLASSKOPFNONNE – Munia pallida

 

Zu Unrecht wurden alle Nonnenarten von den Vogelliebhabern

bisher recht stiefmütterlich behandelt, was sich auch in der einschlägigen

Fachliteratur, bis auf Ausnahmen, widerspiegelt. Diese wurde in früheren Jahren

auch als Gelbbauchnonne oder Weißkopfschilffink bezeichnet.

Im Jahre 1879 sollen erste Exemplare, nach Angaben von Neunzig

eingeführt wurden sein.

 

2,2 Blasskopfnonnen, links zwei Weibchen, rechts zwei Männchen

 

Vorkommen

Beheimatet sind Blasskopfnonnen, Unterart M.p.pallida auf

den kleinen Sunda- und den benachbarten Inseln, Süd und Mittel

Sulawesi, früher Celebes.

 

 Zwei Männchen im Porträt

 

Haltung

Alle Nonnen sind nach meinen Beobachtungen sehr friedliche,

stille und angenehme Vögel. Dem Pfleger gegenüber bleiben

sie lange Zeit recht vorsichtig und zurückhaltend. Sie sitzen oft stundenlang

zusammen und machen sich kaum bemerkbar.

Die Blasskopfnonnen entfalten ihr interessantes Sozialverhalten

erst in der Schwarmhaltung in Volieren mit ausreichenden

Versteckmöglichkeiten. Sie können auch paarweise in gut

eingerichteten Zuchtboxen gehalten werden. Je größer die

Räumlichkeit umso wohler fühlen sich die Tiere. Sie sind

etwas ängstlicher und scheuer als andere Nonnen. Ich halte bei meinen

einzelnen Arten immer zwischen 3 bis 4 Paare.

 

 

 Mein altes Zuchtmännchen. Der dunkelste Vogel von allen Blassköpfen

 

Unterscheidung

Männchen und Weibchen sind in den Farben identisch.

Die verlässlichste Unterscheidung von Männchen und Weibchen

ist wie immer eine DNA-Analyse. Meine Vögel erhalten nach

dem Zukauf oder der Nachzucht generell eine

Geschlechtsbestimmung. Optisch werden bei mir 1,0 mit

schwarzen und 0,1 mit weißen Kunststoffringen gekennzeichnet.

Diverse Farbringe kennzeichnen dann das Individuum.

 

 

Männchen in der Seitenansicht. Man sieht sehr gut die Farbverteilung

 

Zucht

Zur Zucht scheint es von großer Bedeutung zu sein, dass die Vögel

recht zahm sind.Sie sollten an den Menschen gewöhnt sein

und keinerlei Scheu mehr zeigen um ungestört ihrem

An Nistmaterial verwenden die Nonnen recht grobes Baumaterial

für das Außennest.Im inneren Bereich findet Kokosfaser sowie ein Sisal-

Baumwoll-Jutegemisch Verwendung.

Mit 4 – 6 Eiern ist das Gelege vollständig. Dieses wird

14 – 16 Tage bebrütet.

Die kleinen Blasskopfnonnen verbleiben noch ca. 22 Tage im Nest.

3 Wochen nach dem Ausfliegen sind die Jungvögel selbständig,

können aber in großen Anlagen bei den Eltern belassen werden.

Sie haben hier die Möglichkeit, ihre Eltern bei der Aufzucht der

Nachfolgebrut zu beobachten und teilweise mit zu helfen.

Die Jungen werden im Nest mit 2,7mm beziehungsweise mit

2,8mm und Farbringen gekennzeichnet.

 

 

0,1 Jungtier mausert in das Alterskleid

 

Versorgung

Ein großkörniges Exotenmischfutter mit diversen Hirsesorten

und Glanzsaat stellt die Grundversorgung sicher. Viel

Silberhirse und Rote Kolbenhirse als Trockenfutter aber

auch halbreif frisch und eingefroren begeistert unsere

Blasskopfnonnen. Ein gutes Quell- und Keimfutter wird auch

recht gern angenommen und ist für die Zuchtphase notwendig.

Die Vögel nehmen mein eigenes Eifutter.

Da ich in den Volieren Kiefernäste und Zweige für die Dekoration

und zum Nestbau einbringe, musste ich feststellen, dass meine

Blasskopfnonnen mit Begeisterung die Nadeln abbrechen,

durchkauen und im Anschluss fallen lassen. Somit nehmen sie

Harze, ätherische Öle, Mineralstoffe, Vitamin C und  Zucker auf.

 

Zuchtpaar mit Jungtieren in der Rahmenschau

 

Schauen

Blasskopfnonnen sind recht selten auf Schauen und

Meisterschaften zu sehen. Sie müssen sorgfältig an den

Ausstellungskäfig gewöhnt werden. Ansonsten zeigen sie sich recht

nervös und unruhig.

 

Landesmeister 2011 Helmut Rohe

 

Hinweis

Die endnadelten Äste der Kiefern belasse ich teilweise in den

Volieren. Meine Vögel nutzen diese als Sitzwarten und

arbeiten sich an den rauen Ästen die Krallen ab. Auch

hänge ich in allen Volieren senkrechte Sitzstangen welche sehr gern

angeflogen werden. Die Pflege der Krallen ist sehr wichtig, da

ansonsten die Tiere in den Volieren, Käfigen und Keschern

leicht hängen bleiben können und somit die Gefahr des Verletzens

sehr groß ist. Im Brutnest können die Eier beschäftigt werden

und sterben ab. Auch kann es unabsichtlich zu Verletzungen

der Jungvögel kommen.

 

Literaturempfehlung

- Munias and Mannikins  von Robin Restall, Englisch im

Pica Press-Verlag Sussex, 1996

- Ziervögel - Enzyklopädie von Ester Verhoefen-

Verhallen, Deutsch im Nebel-Verlag, 2002

- Das Prachtfinkenbuch von Horst Bielfeld, Ulmer-Verlag, 1996

 

 

Eugen Franke

Aschersleben

 

 

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Die Vogelberichte des Monats stehen archiviert in den nachfolgenden Listen

zur Verfügung:

 

Monat

Verfasser des Berichts

Thema

hier kann die PDF-Datei heruntergeladen werden alt

Februar 2017

Karl-Georg Viet

Silberohrsonnenvogel

alt

März 2017

Detlef Fass

Mosambiquegirlitz

alt

April 2017

Helmut Feldker

Grauköpfchen

alt

Mai 2017

Mirco Ehrich

Positurk. Irisch Fancy

alt

Juni 2017

Hans Walker

Rotnackenlori

alt

Juli 2017

Eugen Franke

Braunbrustschilffinken

alt
August 2017

Sylvia Haats

Halsbandsittich

alt

September 2017

Gerhard Ehling

Positurkanarien

Deutsche Rotschecken

alt

Oktober 2017

Hans Berse

Farbkanarien

Achat Topas gelb mosaik

alt

November 2017

Berend Wäcken

Großer Textorweber

alt

Dezember 2017

Volkmar Meyer

Chinesische Zwergwachtel

alt

 

 

Januar 2018

Karl-Georg Viet

Kikuyu Brillenvogel

alt

Februar 2018

Thomas Wendt

Polarbirkenzeisig

alt

März 2018

Helmut Rohe

Buntastrild

alt

April 2018

Gerhard Möhlmann

Bartzeisig

alt

Mai 2018

Norbert Kock

Glanzsittich

alt

Juni 2018

Eugen Franke

Muskatbronzemännchen

alt

Juli 2018

Onno Best

Irislori

alt

August 2018

Johannes Sinning

Rotbauchdrossel

alt

September 2018

Sylvia Haats

Springsittich

alt

Oktober 2018

Norbert Kock

Diamantamadine

alt

November 2018

Uwe Bischoff

Perle Morbide

alt

Dezember 2018

Florian Kruse

Trauerzeisig

alt

 

 

 

Januar 2019

 

Werner Kreikenbaum

Waldvogelzucht

alt

Februar 2019

 

Norbert Kock

Blaugrüne Papageiamadine

alt

März 2019

 

Eugen Franke

Augenring-

Sperlingspapagei

alt

April 2019

 

Gerhard Möhlmann

Hausgimpel

alt

Mai 2019

 

Rudolf Schaa

Bergpapagei - Taranta

alt

Juni 2019

 

Manfred Kühling

Diamanttäubchen

alt

Juli 2019

Eugen Franke

Annamgrünfink

alt

 

August 2019

Sylvia Haats

Katharinasittiche

alt

 

September 2019

Helmut Rohe

Rotmaskenastrild

alt

 

Oktober 2019

Helmut Feldker

Hoodedsittich

alt

 

November 2019

Thomas Wendt

Ringeltaube

alt

 

Dezember 2019

Norbert Kock

Vogelhaltung in der DDR

alt

 

 

Januar 2020

Sven Macke

Blaugenick-Sperlingspapageien

alt

Februar 2020

Norbert Kock

Gouldsamadinen

alt

März 2020

Florian Kruse

Erlenzeisige

alt

April 2020

Karl-Georg Viet

Mehlwurmkisten

alt

Mai 2020

Heiner Macke

Weißflügelgimpel

alt

Juni 2020

Johann Janssen

Rotnackenloris

alt

Juli 2020

Wilfried Fischer

Meisengimpel

alt

August 2020

Heinz Eeten

Fife Fancy

alt

September 2020

Heinz Bloch

Vogelhändlerstube Norden

alt

Oktober 2020

Helmut Rohe

Lauchgrüne Papageiamadine

alt

November 2020

Werner Ahling

Roter Kardinal

alt

 

Dezember 2020

Eugen Franke

Aymarasittich

alt

 

 

Januar 2021

Eugen Franke

Maskenamadine

alt

Februar 2021

Josef Faske

Nymphensittich

alt

März 2021

Carsten Gronewold

Jap. Mövchen

alt

April 2021

Johann Walker

Inkakakadu

alt

Mai 2021

Johannes Sinning

Himalayagrünling

alt

Juni 2021

Eugen Franke

Prachtnonne

alt

Juli 2021

Wilfried Fischer Yorkshire Kanarien

 

alt

August 2021

Karl-Georg Viet

Blaukehlhüttensänger

 

alt

September 2021

Eugen Franke

Gimpel

alt

Oktober 2021

Gert Liebscher

Pariser Trompeter

 

alt

November 2021

Eugen Franke

Silberschnäbelchen

alt

Dezember 2021

 

Eugen Franke

Weißkopfnonne

alt
     
Januar 2022

Eugen Franke

Johannes Sinning +

Magellanzeisig

alt
Februar 2022

Karl-Georg Viet

Sonnenvogel

alt
März 2022

Eugen Franke

 Bourkesittich

alt
April 2022

Eugen Franke

Zeresamadine

alt
Mai 2022

Uwe Bischoff

Gartenvögel

alt
Juni 2022

Eugen Franke

Binsenastrild

 

alt
Juli 2022

Eugen Franke

Schmucksitttich

alt
August 2022

Eugen Franke

Spitzschwanzamadine

 

alt
September 2022

Eugen Franke

Ringelastrild

alt
Oktober 2022

Eugen Franke

Gloster-Fancy

alt
November 2022

Eugen Franke

Dreifarbnonne

alt
Dezember 2022

Thomas Wendt

Gartenrotschwanz 

alt
     
Januar 2023

Eugen Franke

Schönsittich

alt
März 2023

Eugen Franke

Kleiner Kubafink

alt
Mai 2023

Diedrich Geiken

Virginiawachtel

alt
Juli 2023

Onno Best

Stella Papualori

alt
September 2023

Eugen Franke

Diamantfink

alt
November 2023

Diedrich Geiken

Kalifornische Schopfwachtel

alt
     
Januar 2024

Eugen Franke

Feinsittich

alt
März 2024

Eugen Franke

Sperlingstäubchen

alt
Mai 2024

Onno Best

Gebirgs-Allfarblori

alt
Juli 2024

Eugen Franke

Perutäubchen

alt
September 2024

Diedrich Geiken

Blaustirnamazone

alt
November 2024

Eugen Franke

Gürtelgrasamadine

alt
     
Januar 2025

Onno Best

Schmuckloris

alt
März 2025

Eugen Franke

Javabroncemännchen

alt
Mai 2025

Diedrich Geiken

Salomonen-Edelpapagei

alt
Juli 2025

Eugen Franke

Rosellasittich

alt
September 2025

Eugen Franke

Stanleysittich

alt
November 2025

Eugen Franke

Bronzeflügeltaube

 
alt
Januar 2026

Eugen Franke/

Diedrich Geiken

Großer Alexandersittich

alt
März 2026

Eugen Franke/ 

Diedrich Geiken

Baumwachteln

alt
Mai 2026

Eugen Franke

Blassekopfnonne 

 

alt