Vogelbericht des Monats
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Liebe Züchterinnen und Züchter,

 

Hier auf diese Seite möchten wir monatlich einen Bericht über eine

Vogelart geben, die in unseren Züchterkreisen seltener gehalten

werden.

Erfahrene Züchter stellen eine Art vor

und stehen auch für Informationen zur Verfügung.

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Auch der Vogelbericht des Monats November 2022 stammt aus der Feder von

unserem LV-Mitglied Eugen Franke. Er ist unser aktivster Verfasser von

Vogelberichten für unsere Landesverbands-WebSite.

Vielen Dank für diesen Bericht:

 

 

 

 

Dreifarbnonne/ Munia malacca

 

Eine stattliche Nonne

 

Im Südostasien und Indien ist die große Dreifarbnonne beheimatet.

Dreifarbnonnen kommen in etwa neun Unterarten in Vorder- und Hinterindien,

Südchina, auf den Sundainseln, Philippinen und in Indonesien vor.

Sie lebt im Schilf und hohen Gras. In landwirtschaftlich genutzten Gebieten konzentrieren

sich die Vögel auf Reisplantagen und Zuckerrohrfelder.

 

Männchen vom Paar 1 in der Außenvoliere. Sie sitzen gern erhöht und überblicken

            ihr Umfeld

 

Mit 12 cm zählt sie, zu den größeren Arten der Nonnen / Munias.

Auf eine Beschreibung möchte ich verzichten. Die beigefügten Bilder sprechen für sich.

Vorherrschend sind im Gefieder die Farben Schwarz, Braun und Weiß.

Bemerken möchte ich noch, dass die Breite und Ausdehnung des weißen Brustbandes absolut keinen

Hinweis auf Männchen oder Weibchen gib.

 

 

Außenvoliere mit verschiedenen Nonnenarten, Schwarzbrustschilffinken und

  Binsenamadinen. In diesen Volieren haben meine Dreifarbnonen auch gut, mit drei

Paaren, einige Jahre gebrütet.

 

Bei der Dreifarbnonne handelt es sich um einen sehr widerstandsfähigen und

verträglichen Vogel. Da sie sehr gesellig und friedliebend sind, kann man sie bedenkenlos

mit mehreren Paaren der gleichen Art, anderen Prachtfinken und Exoten vergesellschaften.

Ich hielt diese zusammen mit Binsenamadinen, Spitzschwanz-, Maskenamadinen,

Papageiamadinen Schwarzbrust-, Braunbrustschilffinken, Schwarzkopf-, Braunkopf-,

Weißkopf-, Blaßkopf-, Pracht-, und Weißscheitelnonnen ohne Probleme.

Da sie relativ unempfindlich sind und sich schnell und gut eingewöhnen, können

diese Vögel problemlos bei normaler Zimmertemperatur gehalten werden. In der

warmen Jahreszeit freuen sie sich ganz besonders auf die wärmenden Strahlen der Sonne

in den Freivolieren.

 

Der Gesang, welcher laut und quietschend, manchmal nicht hörbar vorgetragen wird,

identifiziert das Männchen. Männchen und Weibchen unterscheiden sich rein optisch

nicht voreinander. Hier ist wie bei vielen anderen Arten eine DNA-Analyse angeraten.

Nur so ist man auf der sicheren Seite.

 

In der Fütterung sind sie nicht wählerisch. Ihre Nahrung besteht aus verschiedenen

Hirsesorten. Kanariensaat als Einzelfutter und Grassaat wird auch gern genommen.

Ein Muss ist rote Kolbenhirse im halbreifen und reifen Zustand. Auch Silberhirse

reiche ich halbreif in der Rispe. Sehr gern haben sie unreife und vorgekeimte Samen.

Vogelmiere und anderes Grünfutter, Eifutter im gekauften Zustand, aber auch mit

Sausage Rusk, Möhre und Kräutern aufgewertet, wird aber nicht von allen genommen.

Wenn man ihnen Lebensfutter anbietet, nehmen sie es auch recht gut an.

 

Die Zucht ist nicht immer von Erfolg gekrönt. Hier geht es auch nach Sympathie.

Ich hatte immer drei Paare im Bestand. Davon musste ich bei einem mehrmals die

Partner austauschen, bevor im zweiten Jahr Brutanstalten erfolgten. Andere Nonnenarten

sind bei ihrer Brut erfolgreicher. Meine Tiere nehmen sehr gern die großen halboffenen

Nistkästen an. Hier bauen sie runde, voluminöse Nester aus den unterschiedlichsten

Materialien.  Das Weibchen wird während der Balz vom Männchen gejagt.

Es springt mit gesträubtem Gefieder umher und singt mit gesenktem Kopf.

 

Männchen von Paar 2 vor dem Nistkasten mit dem großen Nest.

 

Gelege bestehen im Schnitt aus 3 – 6 Eiern. Die Jungen schlüpfen

nach 14 Tagen und verlassen nach 21 Tagen das Nest. Sie wachsen schnell heran.

Halten sich in den Zweigen und der Dekoration auf. Die volle Selbständigkeit

erreichen sie nach 2 Wochen. Wenn Jungpaare selbst gezogen haben, sind es recht

zuverlässige Eltern. Nestkontrollen vertragen sie recht gut.

 

Die Jungtiere können bedenkenlos bei den Eltern gelassen werden. Auch in der

freien Natur bleiben sie zusammen mit den Eltern und anderen Dreifarbnonnen

in einem Flug. In einigen Gebieten vereinigen sich die Dreifarbnonnen außerhalb der Brutzeit

zu großen Scharen.

 

Auf Grund ihres Wesens eignen sich Dreifarbnonnen auch gut als Schauvögel.

Sie verhalten sich, nach guter Eingewöhnung, im Käfig oder der Vitrine nicht scheu und

präsentieren sich.

Brütendes Weibchen vom Paar 1. Sie hat 5 Eier im Nest. Davon waren aber 2 schier.

 

Erwähnen möchte ich noch, dass die Dreifarbnonnen sich nichts gefallen lassen.

Wobei sie selbst nicht unbedingt zum Streiten aufgelegt sind. Ich musste feststellen,

wenn man die Vögel in den Hand hält, versuchen sich diese durch beißen

zu befreien. Es ist aber unumgänglich, da den Nonnen die Krallen öfter korrigiert

werden müssen.

1,1 Dreifarbnonnen mit einem Jungtier und 1,1 Schwarzkopfnonnen im Futtergang.

            Links mit einem schmaleren Brustband das Männchen und rechts das Weibchen.

 

Ein Problem was aber bei allen Nonnen festzustellen ist, das es kaum noch genügend

Vögel in den Anlagen gibt um blutsfremde Linien aufzubauen und über längere Zeit zu erhalten.

 

Für mich sind die Dreifarbnonnen recht angenehme und imposante Volierenvögel.

 

 

 

Eugen Franke, Aschersleben

 

 

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Die Vogelberichte des Monats stehen archiviert in den nachfolgenden Listen

zur Verfügung:

 

Monat

Verfasser des Berichts

Thema

hier kann die PDF-Datei heruntergeladen werden alt

Februar 2017

Karl-Georg Viet

Silberohrsonnenvogel

alt

März 2017

Detlef Fass

Mosambiquegirlitz

alt

April 2017

Helmut Feldker

Grauköpfchen

alt

Mai 2017

Mirco Ehrich

Positurk. Irisch Fancy

alt

Juni 2017

Hans Walker

Rotnackenlori

alt

Juli 2017

Eugen Franke

Braunbrustschilffinken

alt
August 2017

Sylvia Haats

Halsbandsittich

alt

September 2017

Gerhard Ehling

Positurkanarien

Deutsche Rotschecken

alt

Oktober 2017

Hans Berse

Farbkanarien

Achat Topas gelb mosaik

alt

November 2017

Berend Wäcken

Großer Textorweber

alt

Dezember 2017

Volkmar Meyer

Chinesische Zwergwachtel

alt

 

 

Januar 2018

Karl-Georg Viet

Kikuyu Brillenvogel

alt

Februar 2018

Thomas Wendt

Polarbirkenzeisig

alt

März 2018

Helmut Rohe

Buntastrild

alt

April 2018

Gerhard Möhlmann

Bartzeisig

alt

Mai 2018

Norbert Kock

Glanzsittich

alt

Juni 2018

Eugen Franke

Muskatbronzemännchen

alt

Juli 2018

Onno Best

Irislori

alt

August 2018

Johannes Sinning

Rotbauchdrossel

alt

September 2018

Sylvia Haats

Springsittich

alt

Oktober 2018

Norbert Kock

Diamantamadine

alt

November 2018

Uwe Bischoff

Perle Morbide

alt

Dezember 2018

Florian Kruse

Trauerzeisig

alt

 

 

 

Januar 2019

 

Werner Kreikenbaum

Waldvogelzucht

alt

Februar 2019

 

Norbert Kock

Blaugrüne Papageiamadine

alt

März 2019

 

Eugen Franke

Augenring-

Sperlingspapagei

alt

April 2019

 

Gerhard Möhlmann

Hausgimpel

alt

Mai 2019

 

Rudolf Schaa

Bergpapagei - Taranta

alt

Juni 2019

 

Manfred Kühling

Diamanttäubchen

alt

Juli 2019

Eugen Franke

Annamgrünfink

alt

 

August 2019

Sylvia Haats

Katharinasittiche

alt

 

September 2019

Helmut Rohe

Rotmaskenastrild

alt

 

Oktober 2019

Helmut Feldker

Hoodedsittich

alt

 

November 2019

Thomas Wendt

Ringeltaube

alt

 

Dezember 2019

Norbert Kock

Vogelhaltung in der DDR

alt

 

 

Januar 2020

Sven Macke

Blaugenick-Sperlingspapageien

alt

Februar 2020

Norbert Kock

Gouldsamadinen

alt

März 2020

Florian Kruse

Erlenzeisige

alt

April 2020

Karl-Georg Viet

Mehlwurmkisten

alt

Mai 2020

Heiner Macke

Weißflügelgimpel

alt

Juni 2020

Johann Janssen

Rotnackenloris

alt

Juli 2020

Wilfried Fischer

Meisengimpel

alt

August 2020

Heinz Eeten

Fife Fancy

alt

September 2020

Heinz Bloch

Vogelhändlerstube Norden

alt

Oktober 2020

Helmut Rohe

Lauchgrüne Papageiamadine

alt

November 2020

Werner Ahling

Roter Kardinal

alt

 

Dezember 2020

Eugen Franke

Aymarasittich

alt

 

 

Januar 2021

Eugen Franke

Maskenamadine

alt

Februar 2021

Josef Faske

Nymphensittich

alt

März 2021

Carsten Gronewold

Jap. Mövchen

alt

April 2021

Johann Walker

Inkakakadu

alt

Mai 2021

Johannes Sinning

Himalayagrünling

alt

Juni 2021

Eugen Franke

Prachtnonne

alt

Juli 2021

Wilfried Fischer Yorkshire Kanarien

 

alt

August 2021

Karl-Georg Viet

Blaukehlhüttensänger

 

alt

September 2021

Eugen Franke

Gimpel

alt

Oktober 2021

Gert Liebscher

Pariser Trompeter

 

alt

November 2021

Eugen Franke

Silberschnäbelchen

alt

Dezember 2021

 

Eugen Franke

Weißkopfnonne

alt
     
Januar 2022

Eugen Franke

Johannes Sinning +

Magellanzeisig

alt
Februar 2022

Karl-Georg Viet

Sonnenvogel

alt
März 2022

Eugen Franke

 Bourkesittich

alt
April 2022

Eugen Franke

Zeresamadine

alt
Mai 2022

Uwe Bischoff

Gartenvögel

alt
Juni 2022

Eugen Franke

Binsenastrild

 

alt
Juli 2022

Eugen Franke

Schmucksitttich

alt
August 2022

Eugen Franke

Spitzschwanzamadine

 

alt
September 2022

Eugen Franke

Ringelastrild

alt
Oktober 2022

Eugen Franke

Gloster-Fancy

alt
November 2022

Eugen Franke

Dreifarbnonne

alt