Vogelbericht des Monats
Vogelbericht des Monats PDF Drucken E-Mail

Liebe Züchterinnen und Züchter,

 

Hier auf diese Seite möchten wir monatlich einen Bericht über eine Vogelart geben, die in

unseren Züchterkreisen seltener gehalten werden. Erfahrene Züchter stellen eine Art vor

und stehen auch für Informationen zur Verfügung.

 

 

Der Bergpapagei

 

(Agapornis taranta)

 

 

Die Taranta Bergpapageien gehören zu den Agaporniden

und sind in den Bergwäldern von Afrika beheimatet.

 

Laut Literatur wurden sie erstmals bereits zu Beginn des

19. Jahrhundert gezüchtet. Mit einer Körperlänge von 16 bis 17

Zentimeter gelten sie als die größte Art der Agaporniden.

 

Ihr Alter wird mit bis zu 15 Jahren angegeben. Das Gelege beträgt

3 bis 5 Eier. Tarantas sind ruhige, zeitweise scheue und friedliche

Zeitgenossen mit einer angenehmen, leisen Stimme.

 

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1,0 Taranta

 

Die Geschlechtsunterschiede sind bei dieser Art leicht zu erkennen,

da nur das Männchen ein rotes Stirnband trägt.

Beim Weibchen fehlen diese roten Federn und sie ist schlicht grün

mit schwarzen Schwungfedern, wie bei dem Männchen.

Beide Geschlechter haben einen leuchten roten Schnabel.

 

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0,1 Taranta

 

In ihrem Lebensraum besteht die Nahrung aus Samen, Beeren wie zum

Beispiel Wacholderbeeren und Früchten.

 

Zur Fortpflanzung gibt es in der Literatur sowie im Internet

verschiedene, aber auch irreführende Berichte zu lesen.

Es heißt dort zum Beispiel, dass nur unregelmäßig Nachzuchten

gelingen und eine hohe Sterberate bei den Jungvögeln zu erwarten ist.

Auch sei die Nachzucht schwierig, ja sogar unmöglich, wenn sie

zusammen mit anderen Agapornidenarten in einem Raum gehalten

werden.

 

Allen Unkenrufen zum Trotz fasziniert mich dieser Vogel, aber die

Berichte, die ich gelesen hatte, waren eher hinderlich als behilflich,

den Bergpapagei auch zu halten.

Ich denke, dass die unterschiedlichen Beschreibungen auch einer

der Gründe ist, dass diese Art nicht so häufig in Volieren zu finden

ist.

 

Durch einen Zufall hatte ich die Gelegenheit von einem bekannten

Züchter ein Pärchen zu erstehen und nach kurzem Überlegen waren

sie bei mir zu Hause.

 

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1,1 Taranta

 

Die Ernährung gestaltet sich relativ einfach. Das Futter ist eine

Agapornidenmischung ohne Sonnenblumenkerne und etwas

Kanarienfutter.

Obst ist nicht so ihr Ding und für die Aufzucht der Jungen wird etwas

Eifutter gereicht. Nur zur Nachzucht werden sie in einer Zuchtbox mit

Nistkasten untergebracht. Außerhalb der Brutzeit können sie mit

anderen Agaporniden in einer Voliere mit Freiflug fliegen.

 

In der Regel transportieren die Tarantas das Nistmaterial im Vergleich

zu anderen Agaporniden äußerst ungewöhnlich. Sie klemmen das

Nistmatarial im Gefieder fest und transportieren es in die Nisthöhle.

Also habe ich in die Nisthöhle Hobelspäne gestreut, so wie Obst und

Weidenzweige in die Box gelegt, in der Annahme, dass ein Nest gebaut

wird.

Nun hieß es gespannt warten. Kurzum, all das hätte ich mir zumindest

bei diesem Paar sparen können, denn das Nistmaterial wurde nicht

angerührt und die Hobelspäne sind gänzlich aus dem Nistkasten

von der Dame des Hauses entfernt worden.

 

Das Gelege bestand aus 3 Eiern, aus denen nach 25 Tagen zwei

Küken geschlüpft sind.

 

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Zwei Jungvögel im Kasten

 

Nun war mir klar, dass einige Tarantas wenig oder gar kein

Nistmatarial verwenden.Dieses Paar baute kein Nest, trotz

Unterbringung mit anderen Agaporniden, wie Rußköpfchen,

Pfirsichköpfchen und Rosenköpfchen in einem Raum schritten

sie zur Brut.

 

Fest steht, dass die Tarantas unterschiedliches Verhalten

aufzeigen. Letztlich scheint es kein Patentrezept zur Haltung

und Pflege, sowie zur Nachzucht der Bergpapageinen, zu geben.

Somit gilt auch hier " wer es nicht ausprobiert wird nie wissen,

ob es auch gelingt".

 

Für nähere Auskünfte stehe ich gerne zur Verfügung.

 

Rudolf Schaa, Hütthausstraße 19, 26826 Weener, Tel. 04951-3867

 

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Die Vogelberichte des Monats stehen archiviert in den nachfolgenden Listen

zur Verfügung:

 

 

 

Monat

Verfasser des Berichts

Thema

hier kann die PDF-Datei heruntergeladen werden alt

Februar 2017

Karl-Georg Viet

Silberohrsonnenvogel

alt

März 2017

Detlef Fass

Mosambiquegirlitz

alt

April 2017

Helmut Feldker

Grauköpfchen

alt

Mai 2017

Mirco Ehrich

Positurk. Irisch Fancy

alt

Juni 2017

Hans Walker

Rotnackenlori

alt

Juli 2017

Eugen Franke

Braunbrustschilffinken

alt
August 2017

Sylvia Haats

Halsbandsittich

alt

September 2017

Gerhard Ehling

Positurkanarien

Deutsche Rotschecken

alt

Oktober 2017

Hans Berse

Farbkanarien

Achat Topas gelb mosaik

alt

November 2017

Berend Wäcken

Großer Textorweber

alt

Dezember 2017

Volkmar Meyer

Chinesische Zwergwachtel

alt

 

 

Januar 2018

Karl-Georg Viet

Kikuyu Brillenvogel

alt

Februar 2018

Thomas Wendt

Polarbirkenzeisig

alt

März 2018

Helmut Rohe

Buntastrild

alt

April 2018

Gerhard Möhlmann

Bartzeisig

alt

Mai 2018

Norbert Kock

Glanzsittich

alt

Juni 2018

Eugen Franke

Muskatbronzemännchen

alt

Juli 2018

Onno Best

Irislori

alt

August 2018

Johannes Sinning

Rotbauchdrossel

alt

September 2018

Sylvia Haats

Springsittich

alt

Oktober 2018

Norbert Kock

Diamantamadine

alt

November 2018

Uwe Bischoff

Perle Morbide

alt

Dezember 2018

Florian Kruse

Trauerzeisig

alt

 

 

 

Januar 2019

 

Werner Kreikenbaum

Waldvogelzucht

alt

Februar 2019

 

Norbert Kock

Blaugrüne Papageiamadine

alt

März 2019

 

Eugen Franke

Augenring-

Sperlingspapagei

alt

April 2019

 

Gerhard Möhlmann

Hausgimpel

alt

Mai 2019

 

Bergpapagei - Taranta

Rudolf Schaa

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